Haushalt mit 4,56 Millionen Euro Defizit: Verantwortung statt Verfahrenstheater

Pressemitteilung der CDU Heuchelheim-Kinzenbach

Heuchelheim, 30.12.2025

Der Zeitungsbericht „Außergewöhnliche Haushalts-Debatte“ des Gießener Anzeigers vom

29.12.2026 zeigt: Die Haushaltslage in Heuchelheim und Kinzenbach ist ernst. Ein planmäßiges

Defizit von 4,56 Millionen Euro ist keine Randnotiz, sondern eine massive Belastung für die

Handlungsfähigkeit unserer Gemeinde (Defizit reduziert sich um die Einsparungen, noch nicht

eingearbeitet).

Umso irritierender ist, wie die Grünen diese Debatte im Nachgang darstellen. Statt eigene

Lösungsbeiträge zu leisten, werden vor allem Schlagworte produziert: „keine Vorprüfung“,

„chaotisch“, „nicht nachvollziehbar“. Das klingt dramatisch, ersetzt aber keine Verantwortung

und ist zudem nicht zutreffend.

Wer ernsthaft Politik macht, nutzt Ausschüsse, Vorberatungen und die Sitzung selbst, um

Position zu beziehen. Und wenn eine Fraktion tatsächlich der Auffassung ist, dass eine

ordnungsgemäße Beratung unmöglich ist, gibt es parlamentarische Instrumente, um Klarheit zu

schaffen. Vor allem gilt: Wer behauptet, nicht zu wissen, worüber abgestimmt wird, hätte in der

Sitzung Klarstellung verlangen müssen, nicht erst im Nachhinein pauschal

„Unübersichtlichkeit“ behaupten.

Noch problematischer ist die inhaltliche Ausweichbewegung. Die Grünen warnen pauschal vor

„10 oder 15 Prozent“ Einsparungen und behaupten, Instandhaltungen würden vernachlässigt

und später Mehrkosten entstehen. Wer das ernst meint, muss konkret werden: Welche Position

ist unantastbar? Wo sollen Alternativen herkommen? Welche Einsparung ist fachlich falsch,

und welche ist nötig? Oder ist gar keine Einsparung relevant? Pauschale Warnungen helfen

nicht; konkrete Anträge schon.

Und damit sind wir beim Kern:

Die Grünen haben keinen einzigen Änderungsantrag eingebracht. Keinen einzigen

Sparvorschlag. Nicht einen einzigen eigenen Vorschlag zur Konsolidierung, und das bei einem

Defizit von 4,56 Millionen Euro.

Ist das realistische Politik? Mitnichten.

Hinzu kommt: Die Behauptung, „in Summe“ sei wegen der Kreisumlageerhöhung „gar nichts

eingespart“ worden, ist in dieser Form irreführend. Wenn externe Lasten steigen, ist das kein

Argument gegen Einsparungen, sondern ein Argument dafür, umso entschlossener

gegenzusteuern. Ohne Konsolidierungsschritte wäre die Lage nicht besser, sondern schlechter.

Das Weglassen von Sparmaßnahmen löst kein Ausbleiben von Erhöhungen der Kreisumlage

aus, es vergrößert nur das Defizit.

Die CDU Heuchelheim-Kinzenbach steht für einen anderen Stil:

Wir benennen Probleme, wir priorisieren, wir übernehmen Verantwortung, und wir arbeiten an

Lösungen, die die Gemeinde handlungsfähig halten. Wir haben realistische Politik versprochen.

Also bekommt der Bürger sie auch.

Wer hingegen bei einem Millionenloch im Haushalt keinen einzigen eigenen Vorschlag vorlegt,

sondern im Nachhinein vor allem das Verfahren kritisiert, entzieht sich dem, was

Kommunalpolitik in Krisenzeiten ausmacht: Verantwortung, Klarheit und konkrete

Entscheidungen.

Gez.

Leon Hesse (Vorsitzender der CDU Heuchelheim-Kinzenbach, Stellv. Fraktionsvorsitzender)

Mirko Nowotny (Fraktionsvorsitzender)